16 Tipps: Infrarotheizung als Zusatzheizung sinnvoll

16 Tipps: Infrarotheizung als Zusatzheizung sinnvoll

Nutzt du deine Infrarotheizung bisher nur als kurzfristige Ergänzung und fragst dich, wie du ihr Potenzial als sinnvolle Zusatzheizung im Alltag besser ausschöpfen kannst? Dann erfährst du hier, wie du durch gezielte Platzierung, intelligente Steuerung und die Kombination mit anderen Heizsystemen deine Energiekosten senkst und den Wohnkomfort spürbar steigerst.

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Das Potenzial der Infrarotheizung als effektive Zusatzheizung

Die Infrarotheizung bietet als Zusatzheizung eine faszinierende Alternative oder Ergänzung zu herkömmlichen Heizsystemen. Ihre Funktionsweise basiert auf der direkten Abgabe von Wärmestrahlung, die vergleichbar mit der Sonnenwärme empfunden wird. Diese Strahlung erwärmt nicht primär die Raumluft, sondern direkt Objekte und Personen im Raum. Dies führt zu einem schnellen und behaglichen Wärmegefühl, selbst bei niedrigeren Raumtemperaturen. Als Zusatzheizung kann sie gezielt dort eingesetzt werden, wo kurzfristig oder punktuell Wärme benötigt wird, oder um schwer beheizbare Bereiche effizienter zu versorgen. Ihre Flexibilität und einfache Installation machen sie zu einer attraktiven Option für viele Haushalte.

16 Tipps für den optimalen Einsatz von Infrarotheizungen als Zusatzheizung

Um das volle Potenzial deiner Infrarotheizung als Zusatzheizung zu erschließen, beachte die folgenden praktischen Tipps:

  • 1. Gezielte Platzierung für maximale Effektivität: Platziere deine Infrarotheizung so, dass sie die zu erwärmenden Flächen direkt bestrahlt. Vermeide es, sie hinter großen Möbelstücken zu verstecken, da dies die Wärmestrahlung blockiert. Ideal ist die Montage an Wänden oder Decken, von wo aus sie einen möglichst freien „Sichtstrahl“ zu den Personen oder Objekten hat.
  • 2. Ergänzung statt Ersatz: Betrachte die Infrarotheizung als sinnvolle Ergänzung zu deinem bestehenden Heizsystem. Sie ist ideal für Räume, die nur selten oder kurzzeitig genutzt werden (z.B. Gästezimmer, Hobbyräume) oder um die Grundtemperatur in kühlen Jahreszeiten zu halten, ohne die Hauptheizung permanent hochfahren zu müssen.
  • 3. Einsatz in schlecht isolierten Bereichen: In Räumen mit schlechter Isolierung oder Zugluft (z.B. Wintergärten, schlecht gedämmte Keller oder Dachböden) kann eine Infrarotheizung punktuell Abhilfe schaffen und für angenehme Wärme sorgen, ohne dass der gesamte Raum überheizt werden muss.
  • 4. Schnelle Wärme für den Übergang: Nutze die Infrarotheizung in der Übergangszeit im Frühling und Herbst. Wenn die Zentralheizung noch nicht oder nicht mehr benötigt wird, aber trotzdem ein kühles Gefühl im Raum herrscht, liefert sie schnell wohlige Wärme.
  • 5. Beheizung von Arbeitsplätzen: In Büros oder Arbeitszimmern, in denen du dich oft an einem festen Platz aufhältst, kann eine Infrarotheizung gezielt den Arbeitsbereich erwärmen. Das ist oft energieeffizienter als die Beheizung des gesamten Raumes.
  • 6. Schnelles Aufheizen nach Abwesenheit: Wenn du nach Hause kommst und es im Haus noch kühl ist, kannst du mit einer Infrarotheizung schnell und gezielt einen Raum auf die gewünschte Wohlfühltemperatur bringen, ohne auf das Aufheizen der gesamten Anlage warten zu müssen.
  • 7. Integration von Thermostaten und Zeitschaltuhren: Um die Energieeffizienz weiter zu steigern, ist die Nutzung von externen oder integrierten Thermostaten und Zeitschaltuhren unerlässlich. Damit vermeidest du unnötigen Energieverbrauch und stellst sicher, dass die Heizung nur dann läuft, wenn sie wirklich gebraucht wird. Smarte Thermostate bieten zusätzliche Flexibilität durch App-Steuerung.
  • 8. Kombination mit Photovoltaik: Wenn du eine Photovoltaikanlage auf deinem Dach hast, kannst du die erzeugte Solarenergie nutzen, um deine Infrarotheizung zu betreiben. Das macht den Betrieb besonders kostengünstig und umweltfreundlich.
  • 9. Einsatz im Badezimmer: Viele Infrarotheizungen sind für den Einsatz in Feuchträumen geeignet. Als zusätzliche Wärmequelle vor oder nach dem Duschen oder Baden kann sie für zusätzlichen Komfort sorgen. Achte auf entsprechende Schutzklassen (IP-Schutzart).
  • 10. Vermeidung von Überhitzung: Durch die punktuelle Wärmeabgabe ist die Gefahr der Überhitzung von Räumen geringer als bei konventionellen Heizungen. Dennoch ist eine sinnvolle Regelung wichtig, um Energieverschwendung zu vermeiden.
  • 11. Berücksichtigung der Raumgröße und Isolierung: Wähle die Leistung deiner Infrarotheizung passend zur Raumgröße und dem Isolationsgrad. Eine zu schwache Heizung wird den Raum nicht ausreichend erwärmen, eine zu starke verbraucht unnötig viel Strom. Die Hersteller geben hierzu oft Empfehlungen.
  • 12. Wand- oder Deckenmontage wählen: Wandmontage ist oft am praktischsten, um die Heizung flexibel im Raum platzieren zu können. Deckenmontage kann bei hohen Decken oder zur Erzielung einer gleichmäßigen Wärmeverteilung sinnvoll sein.
  • 13. Vermeidung von direktem Luftstrom: Anders als bei einem Heizlüfter werden bei der Infrarotheizung keine Luftströme erzeugt, was Staubaufwirbelung reduziert. Dennoch solltest du sicherstellen, dass die Strahlung ungehindert auf die gewünschten Bereiche treffen kann.
  • 14. Ergänzung für Fußbodenheizungen: In Räumen mit Fußbodenheizung, die langsam aufheizt, kann eine Infrarotheizung für eine schnellere und direktere Wärmeempfindung sorgen, während die Fußbodenheizung ihre Grundtemperatur beibehält.
  • 15. Designaspekte berücksichtigen: Infrarotheizungen gibt es in vielen Designs, z.B. als Bildheizung oder Spiegelheizung. Sie können so nicht nur zur Wärmeerzeugung, sondern auch als stilvolles Element in deine Raumgestaltung integriert werden.
  • 16. Regelmäßige Wartung (minimal): Infrarotheizungen sind wartungsarm. Gelegentliches Abstauben der Oberfläche stellt sicher, dass die Wärmestrahlung optimal abgegeben wird.

Vorteile und Nachteile als Zusatzheizung im Überblick

Die Entscheidung für eine Infrarotheizung als Zusatzheizung bringt spezifische Vor- und Nachteile mit sich, die du abwägen solltest:

Kategorie Vorteile als Zusatzheizung Nachteile als Zusatzheizung
Wärmekomfort Schnelle, direkte und behagliche Wärmeempfindung. Kein Gefühl von trockener Luft. Kann bei falscher Platzierung oder zu geringer Leistung als unzureichend empfunden werden.
Energieeffizienz Gezieltes Heizen spart Energie. Geringer Stromverbrauch bei bedarfsgerechter Nutzung. Ideal in Kombination mit Photovoltaik. Stromkosten können bei durchgehender Nutzung höher sein als bei Gas oder Öl.
Installation & Flexibilität Einfache Montage (oft Plug-and-Play). Flexibel einsetzbar in verschiedenen Räumen. Kein Bedarf an komplizierten Rohrleitungen. Benötigt eine Steckdose. Größere Modelle können eine eigene Stromleitung erfordern.
Gesundheit & Raumklima Reduziert Staubaufwirbelung und Luftbewegung. Wirkt wohltuend bei rheumatischen Beschwerden. Unterstützt ein trockenes Mauerwerk und beugt Schimmel vor. Bei sehr trockener Raumluft kann die gefühlte Trockenheit zunehmen, obwohl die Heizung selbst keine Feuchtigkeit entzieht.

Einsatzgebiete für Infrarotheizungen zur punktuellen Wärmebereitstellung

Infrarotheizungen eignen sich hervorragend für spezifische Anwendungsbereiche, in denen eine flexible und effiziente Zusatzwärme benötigt wird. Ihre Fähigkeit, Objekte und Personen direkt zu erwärmen, macht sie zu einer intelligenten Wahl für:

  • 1. Badezimmer: Um schnell für angenehme Wärme nach dem Duschen oder Baden zu sorgen.
  • 2. Büros und Arbeitszimmer: Zur gezielten Beheizung des Arbeitsplatzes, um Konzentration und Wohlbefinden zu steigern.
  • 3. Hobby- und Bastelräume: Für Bereiche, die nur sporadisch genutzt werden, aber dennoch eine angenehme Temperatur erfordern.
  • 4. Wintergärten und unbeheizte Anbauten: Als Ergänzung, um die Außentemperaturen auszugleichen und die Raumnutzung zu erweitern.
  • 5. Kinderzimmer: Zum schnellen Aufwärmen nach dem Spielen oder für den Wickeltisch.
  • 6. Wohnbereiche: Als Zusatzheizung neben dem Sofa oder Sessel für ein sofortiges Wärmegefühl.
  • 7. Werkstätten und Garagen: Zur Schaffung einer temporären Wohlfühltemperatur während der Arbeit.

Die richtige Dimensionierung: So berechnest du die benötigte Leistung

Die Dimensionierung deiner Infrarotheizung als Zusatzheizung ist entscheidend für ihre Effektivität und Energieeffizienz. Als Faustregel gilt, dass für gut isolierte Räume etwa 100 Watt pro Quadratmeter Wohnfläche angesetzt werden können. Für schlecht isolierte Räume, Räume mit hohen Decken oder Zugluft solltest du eher 150-200 Watt pro Quadratmeter einplanen.

Zusätzlich zur reinen Flächenberechnung spielt auch die gewünschte Temperatur eine Rolle. Möchtest du eine deutliche Erhöhung der Raumtemperatur oder nur eine leichte Erwärmung, um die Grundtemperatur zu ergänzen? Bei der Nutzung als Zusatzheizung geht es oft darum, einen bestimmten Bereich schnell auf eine angenehme Temperatur zu bringen, was eine etwas höhere Leistung pro Fläche in diesem spezifischen Bereich rechtfertigen kann.

Steuerung und Regelung für optimale Energieeffizienz

Die Steuerung deiner Infrarotheizung hat einen erheblichen Einfluss auf deinen Energieverbrauch und deinen Komfort. Hier sind die wichtigsten Aspekte:

  • Integrierte Thermostate: Viele moderne Infrarotheizungen verfügen über eingebaute Thermostate, die die Temperatur im Raum überwachen und die Heizung automatisch ein- und ausschalten, um die Solltemperatur zu halten.
  • Externe Thermostate: Für eine präzisere Regelung oder wenn die Heizung an einer ungünstigen Stelle montiert ist, können externe Funkthermostate oder kabelgebundene Thermostate sinnvoll sein.
  • Zeitschaltuhren: Mit Zeitschaltuhren kannst du festlegen, wann die Heizung in Betrieb gehen soll. Dies ist ideal, um den Raum kurz vor deiner Ankunft oder zu bestimmten Tageszeiten aufzuheizen.
  • Smarte Steuerung: Smarte Infrarotheizungen lassen sich per App steuern. Das ermöglicht eine flexible Programmierung, Fernzugriff und oft auch die Integration in Smart-Home-Systeme. Du kannst so auch deine Energieverbrauchsdaten einsehen und optimieren.
  • Kombination mit anderen Systemen: Wenn du die Infrarotheizung mit einer Zentralheizung nutzt, achte darauf, dass sich die Regelungen nicht gegenseitig beeinflussen. Oft ist es sinnvoll, die Zentralheizung auf eine niedrigere Grundtemperatur einzustellen und die Infrarotheizung bei Bedarf punktuell einzusetzen.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu 16 Tipps: Infrarotheizung als Zusatzheizung sinnvoll

Ist eine Infrarotheizung als alleinige Heizquelle für meine Wohnung geeignet?

Als alleinige Heizquelle ist eine Infrarotheizung in der Regel nur für sehr gut isolierte und kleine Wohnungen oder einzelne Räume mit geringem Heizbedarf geeignet. Für die meisten Haushalte und insbesondere in kälteren Klimazonen ist sie am effektivsten als Zusatzheizung konzipiert, die gezielt dort eingesetzt wird, wo und wann Wärme benötigt wird.

Wie schnell erwärmt eine Infrarotheizung einen Raum?

Infrarotheizungen erwärmen Objekte und Personen direkt, was zu einem sehr schnellen Gefühl von Wärme führt. Die Raumluft selbst wird weniger stark erwärmt, aber die gefühlte Wärme stellt sich innerhalb weniger Minuten nach dem Einschalten ein. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu konventionellen Heizkörpern.

Welche Stromkosten kann ich bei der Nutzung einer Infrarotheizung erwarten?

Die Stromkosten hängen stark von der Nutzungsdauer, der Leistung der Heizung, dem Strompreis und der Effizienz der Regelung ab. Als Zusatzheizung, die nur punktuell und zeitlich begrenzt eingesetzt wird, können die Kosten moderat sein. Bei durchgehender Nutzung in einem schlecht isolierten Raum können die Stromkosten jedoch deutlich ins Gewicht fallen. Die Kombination mit einer Photovoltaikanlage kann die Betriebskosten erheblich senken.

Kann eine Infrarotheizung helfen, Schimmel vorzubeugen?

Ja, Infrarotheizungen können zur Schimmelprävention beitragen. Sie erwärmen Wände und Oberflächen, wodurch diese schneller trocknen. Kalte, feuchte Wände sind ein Nährboden für Schimmel. Indem die Infrarotheizung diese Oberflächen erwärmt und trocknet, wird das Risiko der Kondenswasserbildung und damit der Schimmelbildung reduziert.

Welche Sicherheitsaspekte muss ich bei der Installation und Nutzung beachten?

Die meisten modernen Infrarotheizungen sind sehr sicher und verfügen über Schutzvorrichtungen gegen Überhitzung. Achte auf ausreichenden Abstand zu brennbaren Materialien. Bei Modellen für den Badeinsatz sind entsprechende IP-Schutzarten (Schutz gegen Spritzwasser) unerlässlich. Lies immer die Herstelleranweisungen sorgfältig durch.

Sind Infrarotheizungen gut für Allergiker geeignet?

Ja, Infrarotheizungen sind oft eine gute Wahl für Allergiker. Da sie die Luft nicht aufheizen und somit keine Luftzirkulation erzeugen, wird weniger Staub aufgewirbelt. Dies kann für Menschen mit Stauballergien, Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen von Vorteil sein.

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