Gartentisch selber bauen: Anleitungen und Tipps

Gartentisch selber bauen: Anleitungen und Tipps

Wenn du planst, einen Gartentisch selbst zu bauen, um deinem Außenbereich eine individuelle Note zu verleihen und gleichzeitig Kosten zu sparen, dann ist dieser Leitfaden genau für dich bestimmt. Hier erfährst du, wie du dein Projekt von der Planung bis zur Fertigstellung erfolgreich umsetzt, welche Materialien sich eignen und worauf du bei der Konstruktion achten solltest, um ein langlebiges und ansprechendes Möbelstück zu erhalten.

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Grundlagen und Planung für deinen Gartentisch

Auswahl des richtigen Materials

Die Wahl des Materials ist entscheidend für die Langlebigkeit, Optik und Pflege deines selbstgebauten Gartentisches. Unterschiedliche Werkstoffe bringen spezifische Vor- und Nachteile mit sich, die du für dein Projekt berücksichtigen solltest.

  • Holz: Dies ist die wohl beliebteste Wahl für Gartentische. Harthölzer wie Teak, Eiche oder Robinie sind besonders witterungsbeständig und langlebig. Sie benötigen regelmäßige Pflege, um ihre Schönheit zu erhalten, sind aber mit dem richtigen Finish sehr robust. Weichhölzer wie Kiefer oder Fichte sind günstiger, aber weniger haltbar und müssen intensiver behandelt werden, um sie vor Feuchtigkeit und Schädlingen zu schützen. Die Oberflächenstruktur von Holz bietet eine warme und natürliche Ästhetik.
  • Metall: Aluminium und Edelstahl sind korrosionsbeständig und pflegeleicht. Aluminium ist leicht und modern, während Edelstahl eine edlere, aber auch schwerere Option darstellt. Metallrahmen mit Tischplatten aus anderen Materialien sind ebenfalls eine gängige Kombination. Metalltische sind oft sehr stabil und können auch größeren Belastungen standhalten. Die Pflege beschränkt sich meist auf das Abwischen.
  • Kunststoff/Polyrattan: Diese Materialien sind leicht, wetterfest und pflegeleicht. Polyrattan, ein Geflecht aus Kunststofffasern, imitiert die Optik von Naturmaterialien und ist sehr beliebt. Kunststoff ist oft die günstigste Option, kann aber bei Sonneneinstrahlung ausbleichen oder spröde werden. Die Pflege ist denkbar einfach: ein feuchtes Tuch genügt oft.
  • Stein/Beton: Tischplatten aus Stein (z.B. Granit, Schiefer) oder Beton sind extrem langlebig und robust. Sie sind schwer und bieten eine sehr stabile Basis. Diese Materialien sind wetterfest und pflegeleicht, können aber auch empfindlich auf Stöße reagieren. Die Optik ist oft massiv und modern.

Konstruktionsarten und Designs

Dein Gartentisch kann je nach deinen Bedürfnissen und räumlichen Gegebenheiten unterschiedlich gestaltet sein. Berücksichtige die Größe deiner Terrasse oder deines Gartens sowie die Anzahl der Personen, die am Tisch Platz finden sollen.

  • Klassische vierbeinige Tische: Dies ist die einfachste und am weitesten verbreitete Bauweise. Vier stabile Beine tragen die Tischplatte. Die Beine können gerade, abgeschrägt oder auch als Kreuzfüße gestaltet sein.
  • Tische mit Mittelfuß: Eine oder mehrere Säulen als Standfuß bieten mehr Beinfreiheit und eine symmetrische Optik. Diese Konstruktion eignet sich besonders für runde oder ovale Tischplatten.
  • Klapp- und ausziehbare Tische: Für kleinere Räume oder flexible Nutzung bieten sich klappbare oder ausziehbare Modelle an. Hierbei ist die Mechanik sorgfältig zu planen und auszuführen, um Stabilität und Funktionalität zu gewährleisten.
  • Bank- und Tischkombinationen: Statt separater Stühle kannst du auch eine integrierte Sitzbank an einer oder mehreren Seiten des Tisches planen.

Werkzeuge und Materialien für den Bau

Eine gute Vorbereitung der Werkzeuge und Materialien erspart dir später Zeit und Frustration. Stelle sicher, dass du alles Nötige griffbereit hast, bevor du mit dem eigentlichen Bau beginnst.

  • Werkzeuge: Ein Akkuschrauber, eine Stich- oder Kreissäge, ein Maßband, Bleistift, Wasserwaage, Schleifpapier oder Schleifmaschine, Bohrer, Schraubzwingen, Hammer und ggf. ein Hobel sind essenziell. Für Metallarbeiten sind ggf. Schweißgeräte und passende Schutzvorrichtungen notwendig.
  • Materialien: Neben den gewählten Materialien für Tischplatte und Gestell benötigst du Schrauben, Holzdübel, Leim (wasserfest), Lasuren oder Öle zum Schutz des Holzes sowie ggf. Metallbeschläge. Achte auf hochwertige Verbindungselemente, die rostfrei sind.
  • Sicherheitsausrüstung: Schutzbrille, Arbeitshandschuhe und ggf. eine Staubmaske sind unerlässlich, um Verletzungen vorzubeugen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen einfachen Holztisch

Hier findest du eine grundlegende Anleitung zum Bau eines einfachen Holztisches. Die Maße können natürlich an deine Bedürfnisse angepasst werden.

1. Planung und Zuschnitt

  • Lege die gewünschten Maße für deinen Tisch fest (Länge, Breite, Höhe). Typische Höhen liegen zwischen 74 und 76 cm.
  • Zeichne einen detaillierten Plan mit allen Maßen.
  • Kaufe das benötigte Holz. Für die Tischplatte eignen sich gut gehobelte Dielen (z.B. 14-20 cm breit, 2-3 cm stark). Für das Gestell benötigst du Kanthölzer (z.B. 4×4 cm oder 5×5 cm).
  • Lasse dir das Holz im Baumarkt auf Maß zuschneiden oder erledige dies selbst mit einer geeigneten Säge.

2. Bau des Tischgestells

  • Schneide die Kanthölzer für die Tischbeine und die Zargen (die Verbindungsleisten unter der Tischplatte) zu. Du benötigst vier Tischbeine und vier Zargen (je zwei für die Längs- und zwei für die Breitseiten).
  • Verschraube die Zargen zu einem Rechteck. Achte auf rechtwinklige Verbindungen, am besten mit Hilfe einer Winkelhaube oder durch Vorbohren und Senken der Schraubenlöcher. Du kannst zusätzlich Holzleim verwenden, um die Verbindungen zu verstärken.
  • Befestige die Tischbeine an den Innenseiten der Zargen. Auch hier sind Vorbohren und Senken ratsam. Stelle sicher, dass die Beine absolut senkrecht stehen.

3. Montage der Tischplatte

  • Lege die zugeschnittenen Dielen für die Tischplatte nebeneinander auf eine ebene Fläche.
  • Verbinde die Dielen von unten. Du kannst dafür zusätzliche Leisten quer über die Unterseite der Tischplatte schrauben oder Holzdübel und Leim verwenden. Wenn du die Dielen verschraubst, achte darauf, dass die Schrauben nicht durch die Oberseite durchdringen. Alternativ kannst du auch eine durchgehende Unterkonstruktion verwenden, auf die du die Dielen aufleimst oder schraubst.
  • Platziere die fertige Tischplatte auf dem Gestell und verschraube sie von unten durch die Zargen mit der Platte. Achte darauf, dass die Schrauben nicht zu lang sind und die Oberfläche durchdringen.

4. Oberflächenbehandlung und Finish

  • Schleife die gesamte Tischoberfläche und das Gestell gründlich ab, um Splitter und Unebenheiten zu entfernen. Beginne mit grobem Schleifpapier und arbeite dich zu feinerem vor.
  • Reinige den Tisch gründlich von Schleifstaub.
  • Trage eine wetterfeste Lasur, ein Holzöl oder eine wetterfeste Lackierung auf. Beachte die Herstellerangaben für die Trocknungszeiten und die Anzahl der benötigten Schichten. Regelmäßiges Nachölen oder Lasieren verlängert die Lebensdauer deines Tisches erheblich.

Fortgeschrittene Techniken und Design-Ideen

Kombination verschiedener Materialien

Ein Gartentisch muss nicht aus einem einzigen Material bestehen. Du kannst zum Beispiel eine robuste Steinplatte auf einem stabilen Holz- oder Metallgestell montieren. Dies ermöglicht es dir, die positiven Eigenschaften verschiedener Werkstoffe zu vereinen und ein einzigartiges Design zu schaffen.

Verwendung von Gitterrosten oder Metallstreben

Anstelle einer durchgehenden Holzplatte kannst du auch einen Tisch mit einer Gitterrost-Oberfläche oder mit integrierten Metallstreben gestalten. Dies verleiht dem Tisch eine luftigere Optik und kann die Wasserablauf-Eigenschaften verbessern. Solche Designs eignen sich gut für einen rustikalen oder industriellen Stil.

Integrierte Pflanzengefäße oder Sonnenschirmhalter

Für einen besonders praktischen Gartentisch kannst du überlegen, integrierte Pflanzengefäße oder Halterungen für Sonnenschirme einzuplanen. Dies erfordert jedoch eine detailliertere Planung der Statik und des Wasserablaufs.

Bau einer passenden Sitzbank

Wenn du bereits einen Gartentisch gebaut hast, warum nicht gleich eine passende Sitzbank dazu? Die Prinzipien für den Bau einer Bank ähneln denen eines Tisches, nur dass hier die Sitzhöhe (typischerweise 45-48 cm) im Vordergrund steht.

Pflege und Wartung deines selbstgebauten Gartentisches

Damit dein selbstgebauter Gartentisch möglichst lange hält und seine Optik behält, ist regelmäßige Pflege unerlässlich. Die spezifischen Maßnahmen hängen vom verwendeten Material ab.

Holztische pflegen

  • Reinigung: Regelmäßiges Abwischen mit einem feuchten Tuch entfernt Staub und Schmutz. Bei hartnäckigeren Flecken kannst du mildes Spülmittel verwenden.
  • Schutz: Je nach Holzart und gewünschter Optik solltest du deinen Tisch regelmäßig ölen oder lasieren. Holzöle dringen tief ins Holz ein und betonen die natürliche Maserung, während Lasuren eine schützende Schicht bilden und UV-Schutz bieten können.
  • Winterlagerung: Wenn möglich, lagere Holztische im Winter an einem trockenen Ort, um sie vor Frost und übermäßiger Feuchtigkeit zu schützen. Eine Abdeckung kann ebenfalls helfen, ist aber nicht immer ausreichend.

Metalltische pflegen

  • Reinigung: Meist reicht ein feuchtes Tuch und ggf. etwas mildes Spülmittel.
  • Rostschutz (bei Stahl): Bei Tischen aus Stahl, die nicht pulverbeschichtet oder verzinkt sind, kann Rostbildung ein Problem sein. Regelmäßige Inspektion und ggf. Rostentfernung mit einer Drahtbürste und anschließender Neulackierung sind notwendig.

Kunststoff- und Polyrattanmöbel pflegen

  • Reinigung: Einfach mit Wasser und ggf. Seife abwaschen.
  • UV-Schutz: Manche Kunststoffe können bei intensiver Sonneneinstrahlung ausbleichen. Achte auf hochwertige Materialien oder überlege dir einen Sonnenschutz für die heißesten Stunden.

Wichtige Hinweise zur Sicherheit beim Bau

Sicherheit geht vor! Beachte bei allen Arbeitsschritten die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen.

  • Trage immer eine Schutzbrille, um deine Augen vor Spänen und Staub zu schützen.
  • Verwende Arbeitshandschuhe, um Schnittverletzungen und Blasen zu vermeiden.
  • Beim Sägen und Schleifen solltest du gegebenenfalls eine Staubmaske tragen, um deine Atemwege zu schützen.
  • Stelle sicher, dass deine Werkzeuge in einwandfreiem Zustand sind und du sie sicher bedienen kannst.
  • Wenn du mit Elektrowerkzeugen arbeitest, achte auf die richtige Handhabung und sichere Kabel.
Aspekt Beschreibung Wichtigkeit Beispiele
Materialwahl Die Auswahl des richtigen Werkstoffs bestimmt Langlebigkeit, Pflegeaufwand und Optik. Sehr hoch Teakholz für Robustheit, Aluminium für Leichtigkeit, Polyrattan für Pflegeleichtigkeit.
Konstruktion Die Art der Konstruktion beeinflusst Stabilität, Funktionalität und Ästhetik. Hoch Vierbeinige Struktur, Mittelfuß, klappbare oder ausziehbare Mechanismen.
Werkzeuge & Zubehör Die Verfügbarkeit passender Werkzeuge und qualitativ hochwertiger Verbindungselemente ist essenziell. Hoch Akkuschrauber, Sägen, Schrauben, Leim, Schleifpapier.
Oberflächenbehandlung Der richtige Schutz verlängert die Lebensdauer und bewahrt die Optik des Materials. Mittel Holzlasuren, Öle, Lacke, Korrosionsschutz für Metall.
Pflege Regelmäßige Wartung sorgt für anhaltende Schönheit und Funktionalität. Mittel Reinigung, Nachölen, Schutzabdeckungen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Gartentisch selber bauen: Anleitungen und Tipps

Wie wähle ich das beste Holz für meinen Gartentisch?

Für einen Gartentisch sind witterungsbeständige Harthölzer wie Teak, Eiche, Robinie oder Bangkirai am besten geeignet. Diese Hölzer sind von Natur aus resistent gegen Feuchtigkeit, Insektenbefall und Pilze. Wenn das Budget eine Rolle spielt, sind gut behandelte Fichte oder Kiefer eine günstigere Alternative, erfordern aber intensivere Pflege und regelmäßige Nachbehandlung mit Holzschutzmitteln wie Lasuren oder Ölen.

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Welche Schrauben sind für draußen am besten geeignet?

Für den Außenbereich solltest du ausschließlich korrosionsbeständige Schrauben verwenden. Edelstahlschrauben (A2 oder A4) sind die beste Wahl, da sie auch unter extremen Witterungsbedingungen nicht rosten. Verzinkte Schrauben sind eine günstigere Option, können aber mit der Zeit Korrosion zeigen, besonders wenn die Beschichtung beschädigt wird.

Wie kann ich sicherstellen, dass mein Holztisch stabil ist?

Stabilität erreichst du durch eine solide Konstruktion und hochwertige Verbindungen. Achte darauf, dass die Tischbeine fest mit den Zargen verbunden sind und die Zargen ein stabiles Rechteck bilden. Verwende für Holzteile immer wasserfesten Holzleim zusätzlich zu Schrauben. Bei größeren oder schwereren Tischplatten kann es sinnvoll sein, eine zusätzliche Querstrebe unter der Tischplatte anzubringen, um ein Durchbiegen zu verhindern.

Wie oft muss ich meinen Gartentisch aus Holz pflegen?

Die Häufigkeit der Pflege hängt vom Holztyp, der Witterung und deiner persönlichen Präferenz bezüglich der Optik ab. Generell empfiehlt es sich, Holztische mindestens einmal im Jahr, idealerweise im Frühjahr vor der Hauptnutzung, zu reinigen und mit einem geeigneten Holzschutzmittel (Öl oder Lasur) zu behandeln. Bei starker Sonneneinstrahlung oder häufigem Regen kann eine zweimalige Behandlung pro Jahr sinnvoll sein.

Kann ich auch eine Betonplatte für meinen Gartentisch selber machen?

Ja, das ist definitiv möglich. Für eine Betonplatte benötigst du eine Schalung (oft aus Holz gefertigt), Betonmischung, Bewehrungsstahl zur Verstärkung und ggf. eine Oberflächenversiegelung. Das Gießen und Aushärten von Beton erfordert Geduld und Sorgfalt, aber das Ergebnis ist eine extrem langlebige und massive Tischplatte. Beachte, dass Betonplatten sehr schwer sind, was den Transport und die Positionierung anspruchsvoll macht.

Welche Maße sind für einen Gartentisch üblich?

Die Maße variieren stark je nach Verwendungszweck und Anzahl der Personen. Eine gängige Höhe für Gartentische liegt zwischen 74 und 76 cm. Für die Tischfläche gibt es Richtwerte: Für 4 Personen sind etwa 120×80 cm ausreichend, für 6 Personen etwa 160×90 cm, und für 8 Personen etwa 200×100 cm. Plane immer auch etwas zusätzlichen Platz für Stühle und Bewegung ein.

Wie schütze ich meinen Tisch vor Regen, wenn ich ihn draußen stehen lasse?

Der beste Schutz vor Regen ist die regelmäßige und richtige Oberflächenbehandlung mit wetterfesten Lasuren oder Ölen. Diese bilden eine schützende Barriere, die das Eindringen von Feuchtigkeit minimiert. Eine hochwertige Abdeckhaube, die atmungsaktiv ist und bei gutem Wetter abgenommen wird, kann zusätzlichen Schutz bieten und die Pflege erleichtern. Achte darauf, dass die Abdeckung so gestaltet ist, dass keine Feuchtigkeit unter ihr stehen bleibt, da dies zu Schimmelbildung führen kann.

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